Allgemein zu Wanderungen auf dem E 6

Für den E 6 gibt es insgesamt 89 Beschreibungen der Tageswanderungen.


Der E 6 verläuft ab der dänischen Grenze bei Flensburg gemeinsam mit dem E 1 auf gleicher Route bis vor Güster. Dies sind die ersten 18 Tourenbeschreibungen.
Von dort aus geht es dann auf einer "eigenständigen" Route bis in die Rhön weiter. Zwischen dem Berg Milseburg und der Saalequelle bei Zell im Fichtelgebirge laufen der E3 und der E6 auf einer gemeinsamen Route. Dies sind die Tourenbeschreibungen 54 bis 67. Dann geht es wieder auf einer "eigenständigen" Route bis zur österreichischen Grenze weiter.


Leider gibt es keinen aktuelle Wanderführer für den E 6. Es sind nur antiquarische Exemplare im Buchhandel zu erhalten. Meistens noch älter, als der Kompass-Wanderführer, den ich vor über 20 Jahren bereits benutzte und den ich deshalb nun auch noch nutzte.
Etappen, die (mir) zu lang waren habe ich verkürzt. Und zwar so, dass ich (fast) immer mit öffentlichen Verkehrsmitteln dorthin oder dort weg oder hin kam. Dies, weil ich dazu übergegangen bin nicht mehr mit einem großen Rucksack (und dem Inhalt für mehrere Wochen etc.) diesen Fernwanderweg zu gehen, sondern weil ich nur noch mit einen Tagestourenrucksack unterwegs bin, also mit deutlich weniger Gewicht auf dem Rücken. Wenn ich dann vom Übernachtungsort (Campingplatz, etc.) mit dem Auto zum Startpunkt fahre muss ich halt auch irgendwie wieder dorthin zurück kommen. Gut hat es der, der mit 2 Autos unterwegs ist.

Nach über 20 Jahren (siehe oben) wollte ich nun noch einmal den deutschen Teil des Europäischen Fernwanderweg E 6 gehen und habe gegenüber damals doch sehr große Unterschiede festgestellt.

In meinen Tourenbeschreibungen ist auch jeweils eine Verlaufsskizze und ein Höhenprofil zu finden. Der Link unter dem Höhenprofil führt zur entsprechenden (GPS) GPX- Datei.

Die Route führt heute oft nicht mehr auf der gleichen Route wie vor 20 Jahren, auch das Umfeld hat sich teilweise sehr gewandelt. So gibt es zum Beispiel viele der Übernachtungsmöglichkeiten nicht mehr, die meisten der kleinen Läden in den Dörfern, wo man Getränke fassen konnte, existieren nicht mehr, auch viele der kleinen Gaststätten sind nicht mehr vorhanden.

Doch ich will nicht klagen, durch die neuen Geräte, wie Handy, Smartphone, Netbook eröffnet sich neue Möglichkeiten. So muss man also nicht mehr nur auf gut Glück irgendwo eine Übernachtungsmöglichkeit finden, sondern kann von unterwegs (fast) jederzeit bei der Touristeninformation des nächst größeren Ortes anrufen und so in der Nähe der Route Übernachtungsmöglichkeiten heraussuchen lassen. Auch die Abfahrtszeiten von Bussen in den Dörfern kann man nun nicht nur vor Ort an einer Bushaltestelle, sondern schon vorher über Netbook(DB) oder Smartphone (App DB Navigator) feststellen.

Besonders toll finde ich es, dass man nicht mehr, wie früher, relativ hilflos in den größeren Dörfern oder kleinen Orten ist, wenn, wie auch damals schon vielfach feststellbar, gerade hier die Markierung fehlt. Als Rettungsmittel hat in solchen Fällen bei mir bis Ende 2013 meistens die Navi-App OsmAnd (OpenStreetMap) auf dem Smartphone geholfen. Sie arbeite mit kostenlosen freien Vektorkarten. Wenn man diese lokal auf dem Smartphone geladen hat braucht man keinen Internetzugang im Gelände und kann sich dennoch orientieren wenn OsmAnd (mit aktiviertem GPS) läuft. Leider saugt diese App aber kräftig am Akku.
Seit Beginn 2014 nutze ich nun die von mir selbst geschriebene App WanderVektor (auf meiner Softwareseite zu finden und kostenlos herunter zu laden). Auch sie arbeitet mit kostenlosen freien Vektorkarten (ganz Deutschland etwa 1,2 GB groß, einzelne Bundesländer entsprechend kleiner). Auch bei WanderVektor kann man einen (vorhandenen) Track auf der Karte einblenden lassen und sich die augenblicklicher Position anzeigen lassen. Da im Normalfall (kann in den Einstellungen angepasst werden) die Position nur kurz abgefragt wird geht sie wesentlich vorsichtiger mit dem Akku des Smartphone um, so dass man locker über eine längere Tageswanderung kommt. 
Man findet also auch in Ortschaften, wo die Markierung fast völlig fehlt, die richtige Route ohne lange suchen zu müssen. Ich staunte tatsächlich, wie viel Tracks für den E 6 ich schon im Internet fand, oft auch mit richtiger Routenführung.
In der höchsten Zoomstufen der Vektorkarten sind sehr oft mehr Einzelheiten als bei Google (etc.) vorhanden, selbst einzelne Ruhebänke an den Wegen sind sehr oft vorhanden. Der große Vorteil gegenüber Wanderkarten ist, dass man sich nun auch an Straßennamen orientieren kann, die ja in den Wanderkarten nicht vorhanden sind. 

Wenn in der Routenbeschreibung einer Tagestour bei Richtungsänderungen die Markierung nicht angegeben ist, dann habe ich dort auch keine gesehen. Es könnte sein, dass zum Zeitpunkt der Wanderung die Markierung verdeckt oder zugewachsen war, so dass ich sie übersehen hatte oder dass sie wirklich nicht vorhanden war.  In diesem Zusammenhang ein wirklich ernst gemeintes Dankeschön an die vielen ehrenamtlichen Wegewarte der lokalen Wandergruppen und -vereine, die durch ihre unermüdliche gute Arbeit nicht nur die Markierungen, sondern teilweise auch die Pfade instand halten. Ohne sie wäre eine derartige Wanderung nicht ohne weiteres möglich!
Herzlichen Dank!