Allgemein zu Wanderungen auf dem E 10

Für den E 10 gibt es insgesamt 57 Tageswanderungen.

Der deutsche Teil des E 10 führt von Kap Arkona auf Rügen bis Seifhennersdorf im Lausitzer Bergland. (Zwar führt er zwischen Salzburg und dem Funtensee nochmals über deutsches Gebiet, dies werde ich aber wohl nicht wandern.)

Leider gibt es keinen (aktuellen) Wanderführer für den E10. Der gesamte deutschem Bereich und dessen Verlauf ist in den Kompass-Wanderkarten nicht vollständig erfasst. Die Markierungen sind, wenn vorhanden, in der Beschreibung der einzelnen Wanderungen angegeben. Auf Rügen ist noch anzumerken, dass, obwohl ich die Kompass Wanderkarte im August 2016 neu gekauft habe, der Verlauf des E10 oft sehr anders ist, als in der Karte eingezeichnet. Selbst das zur Karte gehörende Kompass Lexikon nennt, wenn auch etwas falsch, einen anderen Verlauf, als er in der Karte einzeichnet ist.

In Stralsund hat er mit dem E9 für etwa 1,5 km einen gemeinsamen Verlauf, in Potsdam kreuzt er den E11.

Leider ist ab Stralsund bis Reimershagen der E10 noch nicht markiert oder ausgeschildert, so dass dann auch keine Markierungen vorhanden sind. Ausgerechnet in diesem Bereich klafft zwischen Franzburg und Prebberede auch eine Lücke in den Kompass-Wanderkarten!


Die einzelnen Tagesetappen habe ich für mich immer so gelegt, dass sie an einer Haltestelle eines öffentlichen Verkehrsmittels beginnen und auch entsprechend enden, selbst wenn es dazu notwendig war, den in den Wanderkarten eingezeichneten (und ausgeschilderten) Verlauf des E10 zu verlassen. Dies deshalb, weil ich auf Campingplätzen übernachte und dann mit dem Auto zu Ausgangspunkt der Tagestour fahre. Schließlich muss ich dann vom Endpunkt der Tageswanderung wieder zum Ausgangspunkt und dem Auto zurück kommen.

Die Abfahrtszeiten der öffentlichen Verkehrsmitteln kann man vorher (auch in Dörfern) über ein Netbook (DB) oder Smartphone (App DB Navigator, von GooglePlay) ermitteln lassen. Ebenso könnte man sich natürlich auch von einer nahe gelegenen Touristeninformation Übernachtungsmöglichkeiten heraus suchen lassen.

Bei der Planung der Tagesetappen (und auch unterwegs) nutze ich oft die kostenlose Navi-App OsmAnd (OpenStreetMap oder GooglePlay), da man dort auch die Möglichkeit hat, sich nicht nur navigieren zu lassen, sondern auch nur die Anzeige der Karte möglich ist. Die (kostenlosen) Vektorkarten dafür kann man sich auch herunterladen und auf das Smartphone laden, so dass OsmAnd auch im Offline-Modus funktioniert. Im Fußgängermodus kann man sich dann auch noch die Haltestellen von öffentlichen Verkehrsmitteln und auch meistens deren Namen in den einzelnen Ortschaften einblenden lassen, so dass man bei der Abfrage der Verkehrsverbindungen meist exakt angeben kann von wo und nach wohin man fahren möchte. Außerdem ist der Verlauf vieler Wanderwegs und auch des E10 meistens in den Karten für OsmAnd eingezeichnet.

Außerdem nutze ich beim Wandern die von mir selbst geschriebene App Wandervektor. Auch sie arbeitet mit kostenlosen freien Vektorkarten (ganz Deutschland etwa 1,4 GB groß, einzelne Bundesländer entsprechend kleiner). Auch bei WanderVektor kann man einen (vorhandenen) Track auf der Karte einblenden lassen und sich die augenblickliche Position anzeigen lassen. Da im Normalfall (kann in den Einstellungen angepasst werden) die Position nur kurz abgefragt wird, geht sie wesentlich vorsichtiger mit dem Akku des Smartphone um, so dass man locker über eine längere Tageswanderung kommt.

Man findet also auch in Ortschaften, wo die Markierung fast völlig fehlt, die richtige Route ohne lange suchen zu müssen. In der höchsten Zoomstufen der Vektorkarten sind sehr oft mehr Einzelheiten als bei Google (etc.) vorhanden, selbst einzelne Ruhebänke an den Wegen sind oft vorhanden. Der große Vorteil gegenüber Wanderkarten ist, dass man sich nun auch an Straßennamen orientieren kann, die ja in den Wanderkarten nicht vorhanden sind.

Wenn in der Routenbeschreibung einer Tagestour bei Richtungsänderungen die Markierung nicht angegeben ist, dann habe ich dort auch keine gesehen. Es könnte sein, dass zum Zeitpunkt der Wanderung die Markierung verdeckt oder zugewachsen war, so dass ich sie übersehen hatte oder dass sie wirklich nicht vorhanden war.

In diesem Zusammenhang ein wirklich ernst gemeintes Dankeschön an die vielen ehrenamtlichen Wegewarte der lokalen Wandergruppen und -vereine, die durch ihre unermüdliche gute Arbeit nicht nur die Markierungen, sondern teilweise auch die Pfade instand halten. Ohne sie wäre eine derartige Wanderung nicht ohne weiteres möglich!

Herzlichen Dank!